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In
Buren, einem kleinen, lieblichen Dorf etwas
östlich von Nes, stoßen Sie auf die prächtige
Bronzestatue von Rixt, der Oerd-Hexe. Der
Legende zufolge lebte die Hexe von
Schiffsbrüchen. Mit Lichtern täuschte sie
fahrende Schiffe, die daraufhin auf Grund
liefen.Harmloser dagegen ist die Statue des
Seehundes mit Jungen an der Ecke Mr.Oudweg/
Paasduin. Am Hoofdweg in Buren finden Sie das
Bauern- und Strandsammlermuseum, das in einem
Hof aus dem 18.Jahrhundert untergebracht
ist.Dort kann man sehen, wie ein Amelander Bauer
um die Jahrhundertwende lebte. In diesem
lebensnahen Museum sind die Ställe nach wie vor
mit lebenden Tieren gefüllt, und die alten
Werkzeuge werden immer noch benutzt. Übrigens
war ein Bauer damals nicht nur Landwirt, sondern
zugleich auch Fischer, Strandgutsammler und
Jäger in einer Person. Wild und Fisch wurden auf
dem Bauernhof verarbeitet, gesammeltes
Strandholz wurde zur Ausbesserung oder
Erweiterung des Hofes benutzt. Neben
Wechselausstellungen organisiert das Museum auch
eine Reihe von Informationsveranstaltungen.In
der Nähe von Buren befindet sich ein in alter
Pracht restaurierter Entenfang, wie er anno
dazumal von Entenfängern benutzt wurde. Dem
Besucher wird alles Wissenswerte über diesen
Beruf erklärt.Auch der Walfischfang war im
18.Jahrhundert für Ameland von großer
Bedeutung.1770 wohnten ganze 128 Seeleute und
Kapitäne auf der Insel, die in Walfischfängern
zur See fuhren und der Insel einen ungenannten
Wohlstand bescherten. l777 endete diese
Blütezeit abrupt, als Hunderte von kühnen
Amelander Walfischern im Packeis am Nordpol den
Tod fanden. Alle Dörfer stehen unter
Denkmalschutz und wurden größtenteils aufwendig
restauriert. So kommt es,dass man dort immer
noch den Geist vergangener Zelten verspürt. Den
Geist in denen die Schifffahrt und der
Walfischfang auf Ameland den Ton angaben. Die
Fähre mit der Sie von Holwerd aus auf die Insel
gelangen, legt an der Landungsbrücke von Nes an.
Mit dem Fahrrad, dem Bus oder einem Taxi können
Sie von dort aus nach Hollum, Ballum, Nes oder
Buren Weiterreisen. Die alten Häuser mit
ihren prächtigen Fassaden lassen unschwer
erkennen, dass die Insel eine reiche
Vergangenheit hat. Zwischen 1430 und 1681
schwang das friesische Geschlecht Cammingha das
Zepter über die Insel. Sie führten ein strenges
Regime und machten den Amelandern das Leben
nicht gerade leicht. Die Familie hielt damals
Hof auf ihrem berühmten und namhaften Schloss in
Ballum. Heutzutage hat Ameland über 3500
Einwohner, verteilt über die vier malerischen
Dörfer.Einige
Kilometer östlich von Buren, liegt der
'Kooiplaats', der aus einigen Bauernhöfen und
einer Entenkoje besteht. Während der
Sommersaison ist die Entenkoje für Besucher
geöffnet. Der 'kooiker' (Entenfänger) erzählt
Ihnen gerne alles über seinen jahrhundertealten
Beruf. |