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Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung,
Wissenschaft und Kultur (UNESCO) verleiht diese
besondere Auszeichnung dem rund 400 Kilometer langen
Küstenstreifen von den Niederlanden bis an die Grenze
Dänemarks. Wir sind ganz stolz darauf, weil UNESCO
strikte Richtlinien kennt, wenn es sich händelt um eine
Auszeichnung als Weltnaturerbe.
Warum ist das Wattenmeer UNESCO Weltnaturerbe geworden?
Voraussetzungen für die Aufnahme eines Gebietes in die
Welterbeliste sind sein außer-gewöhnlicher universeller
Wert, seine Unversehrtheit und dass der Schutz des
Gebietes gewährleistet ist. Die UNESCO wendet
verschiedene Kriterien an, um zu beurteilen, ob ein
Gebiet oder eine Landschaft für das Prädikat
„Weltnaturerbe" in Betracht kommt.
Das Wattenmeer wurde unter drei Kriterien als
Weltnaturerbe angemeldet:
* "Biodiversitäts-Kriterium": Bedeutung für die
Erhaltung der biologischen Vielfalt und bedrohter Arten
weltweit
* "Ökologie-Kriterium": ökologische und biologische
Prozesse in der Entwicklung von Ökosystemen
* "Geologie-Kriterium": geologische Prozesse sowie
geomorphologische und physiographische Merkmale.
Seltene Vielfalt
Das Wattenmeer bietet viele verschiedene Lebensräume und
damit ein Zuhause für zahlreiche Tier- und
Pflanzenarten. Rund 10.000 Arten von einzelligen
Organismen, Pilzen, Pflanzen und Tieren wie Würmer und
Muscheln, Fische, Vögel und Säugetiere leben hier. Jedes
Jahr legen rund 10 bis 12 Millionen Vögel auf ihrer
Durchreise von den Brutgebieten in Sibirien,
Skandinavien oder Kanada zu ihren Überwinterungsgebieten
in Westeuropa und Afrika oder zurück eine kurze oder
längere Rast im Wattenmeer ein. Nur hier finden sie
genug Nahrung, um die Tausende von Kilometern lange
Reise machen zu können.
Wo Naturkräfte walten
Das Wattenmeer zeigt auf einmalige Weise, wie sich
Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft
anpassen. Zwischen Ebbe und Flut, an der Schnittstelle
von Land und Meer, wo Süßwasser und Salzwasser
aufeinander treffen, leben viele ökologische
Spezialisten. Geformt von den Kräften der Natur, von
Wind, Sand und Gezeiten, haben sich ganz besondere
Lebensgemeinschaften gebildet. Naturvorgänge können sich
hier noch weitgehend unbeeinflusst vom Menschen
entfalten.
Jung und ursprünglich
Das Wattenmeer ist eine sehr junge Landschaft mit
Salzwiesen und Dünen, Wattflächen und Sänden, die durch
Wind und Gezeiten ständig neu geformt wird. Trotz seines
geringen Alters erzählt das Wattenmeer viel von der
Erdgeschichte. Seine Entwicklung begann in der letzten
Eiszeit (vor 10.000-12.000 Jahren) und geht ständig
weiter. Bis heute und manchmal innerhalb weniger Tage
kann man im Wattenmeer selbst erleben, wie die
natürliche Dynamik die Landschaft immer wieder neu
gestaltet.
Was macht das Wattenmeer so einmalig?
Das
Wattenmeer ist eine außergewöhnlich dynamische
Landschaft. Nirgendwo auf der Welt hat sich unter dem
Einfluss der Gezeiten eine vielfältigere Landschaft
entwickelt, die sich noch heute immer wieder verändert.
Ein ausgedehntes System aus großen Wattströmen und
kleinen Prielen durchzieht weite Wattflächen und säumt
feste, trocken fallende Sände. Muschelbänke, dichte
Seegraswiesen und weiches Schlickwatt bieten vielen
Tieren Nahrung. Blühende Salzwiesen im ausgedehnten
Deichvorland und auf Inseln und Halligen wechseln ab mit
weißen Stränden und Dünen. Diese Vielseitigkeit der
Landschaft macht das Wattenmeer zu einem einzigartigen
Lebensraum für mehr als 10.000 Tier- und Pflanzenarten.
Für Millionen von Zugvögeln ist das Wattenmeer als
Zwischenstopp und Rastgebiet unverzichtbar
Weitere Information unter
www.wattenmeer-weltnaturerbe.de
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